AKTION
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31. Januar 2006


JAHRESBERICHT 2005

Unser Berichtsjahr wurde neben der GV vom 26. Februar mit einer Notsitzung des Kernstabes und vier Vorstandssitzungen organisiert.

Die Haupttätigkeit unserer Aktion wurde durch die ASMZ Beilage Dezember 2004 "Landpower" mit dem Beitrag "Konzeption der Tellstreitkraft Heer 2011" ausgelöst. Diese Orientierung fand die bundesrätliche Ergänzung vom 11. Mai, in dem dort von 20 Inf. Bat und 18500 Ada für Bewachung bzw. Verteidigung die Rede war. Wie diese beiden Werte errechnet wurden, war bis Ende November unbekannt und nicht einmal der Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates konnte am 15. Dezember darüber Auskunft geben. Ein entsprechendes Resultat ist auf den 23.1.2006 zu erwarten. Zu dieser krassen Verkleinerung der Verteidigungskomponente erliess unsere Aktion an der GV 2005 eine entsprechende Resolution. Zudem wurden mit Inseraten in der ASMZ, in der RMS und in der NZZ, sowie in Beiträgen in der ASMZ (Forum und Pro/Contra) Stellung dagegen bezogen. Gegen Ende der laufenden Berichtsperiode wurde durch unsere Aktion zusammen mit der "Pro Militia" ein rechtliches Problem hinsichtlich des Militärgesetzes aufgeworfen. Wie der Übergang vom Artikel 93.1 zum Artikel 93.2 des Militärgesetzes am 26. bzw. 28. November 2003 zu neuen VOA vor sich gegangen ist, kann möglicherweise auch am 23. Januar 2006 geklärt werden. Immerhin ist klar geworden, dass die Art. 93 und 149 des Militärgesetzes vom 4. Oktober 2002 rasch möglichst zu überprüfen sind. Den laufenden neuen Anordnungen des Dep. VBS aufgrund der VOA / VBS vom 28. November 2003 ist unverzüglich Einhalt zu gebieten.

Im NZZ-Inserat vom 17. Mai wurde im Abschnitt "wie weiter" auf eine mögliche Verfassungsrevision hingewiesen. Es betraf die Art. 58-61, 184 / 185 und zusätzlich die Art. 54 und 57 der jetzigen Bundesverfassung. Dieses Anliegen wurde für den jetzigen Zeitpunkt zurückgestellt.

Unsere Aktion unterstützte mit Fr. 300.- die Einwohnerschaft von Frauenfeld für eine Petition zur Beibehaltung des Artillerie - Waffenplatzes.

Die seinerzeit von der argauischen Füs Kp II / 56 im Oktober 2004 aufgeworfene Frage einer Kopie der von den Beliers zerstörten "Sentinelle Les Rangiers" wurde durch unsere Aktion unterstützt und weiterverfolgt. Unser Gesuch für eine Spende der Regierung des Kt. Jura von Fr. 3'000.- für eine Denkmalkopie (Höhe 1,8 Meter, Fr. 12'000.-) wurde von dieser Behörde abgelehnt. Ob die Füs Kp II / 56 die Angelegenheit weiter verfolgt, ist uns zur Zeit nicht bekannt.

Die Rütli-Feier zum Generalsrapport vom 25. Juli 1940 am 24. Juli 2005 verlief erfreulich. Weniger erfreulich war das Verhalten der NZZ - Mediengruppe. Die Wortwahl wie "Täuschung", "Schwindel" und "Verrat" zum damaligen Generalsrapport ist als verwerflich und unannehmbar zu bezeichnen. Unsere Aktion protestierte beim Verwaltungsrat der NZZ und beim Redaktionsleiter der NZZ am Sonntag. Dieser entschuldigte sich schlussendlich für den Ausdruck "Schwindel".

Die am 13. September durchgeführte Herbsttagung mit 55 Teilnehmern auf dem Gotthardpass verlief bezüglich Museumsbesuch erfreulich. Hingegen konnte das durch einen Generalstabsoffizier gehaltene Referat "Schutz der Alpentransversalen" nicht befriedigen. Es litt darunter, dass kein Versuch gemacht wurde, die Probleme anhand eines nahe gelegenen Szenarios zu erläutern (z.B. Ritom-Piotta).

Die Zusammenarbeit unserer Aktion mit der IG-Schweiz 2. Weltkrieg ist eher mit Erschwernissen belastet. Einerseits kann die Protokollführung nicht durchwegs befriedigen, andererseits fehlt es an der nachdrücklichen Einflussnahme bezüglich der geplanten Lehrmittel für die Schulen. Ein klar negatives Resultat ergaben die Schulfernsehsendungen des Deutschschweizer Fernsehens in der Woche 25. - 29. April über die Zeit des zweiten Aktivdienstes. Die von Oberst H. L. Wirz angeregte Idee von Wehrbriefen für verschiedene Organisationen verzeichnete leider ein geringes Interesse, so dass vorderhand darauf verzichtet wurde.

Dem Kernstab wurde die Aufgabe übergeben, alle Fragen der Partnerschaft für den Frieden (PfP) zu verfolgen. Aus den verfügbaren Unterlagen ergab sich im Prinzip kein negatives Bild. Hingegen konnte der Besuch der Übung "Viking" am 12. Dezember in Luzern nicht befriedigen. Einerseits konnte die Stabsarbeit der Teilnehmer aus verschiedenen Ländern nicht schlüssig beurteilt werden, andererseits musste die Verfügbarkeit von Reglementen oder Anleitungen als ungenügend bezeichnet werden.

Die gute Arbeit der Kantone im Bereich Zivilschutz zeigte sich darin, dass wir praktisch ohne diesbezügliche Arbeit blieben.

Schliesslich ist es mir ein Anliegen Herrn Oberstlt i Gst Georg Ober-Kassebaum Kernstab, Herrn Oberst H.L. Wirz und Herrn Keller vom Pressebüro in Wiesendangen für die wertvolle und unkomplizierte Mitarbeit aufrichtig zu danken.


Aktion Aktivdienst

Der Präsident
Divisionär aD Hans Wächter