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Hilfe von Admiral Canaris ? Für die Schweiz ???
Die in neuester Zeit veröffentlichten Informationen zur Hilfe von Admiral Canaris zugunsten der Schweiz im zweiten Weltkrieg veranlassen uns, folgendes festzustellen:
  • Verräterische Tätigkeiten von Wehrmännern sind schon seit dem damaligen Aktivdienst bekannt (z.B. Verrat 7,5 cm F Kan., Panzergranate Bodenzünder)

  • Das gleiche gilt für Anhänger der Frontistenorganisationen.

  • Zum Bau von Festungsanlagen mussten auch zivile Bauunternehmer beigezogen werden. Es ist nicht auszuschliessen, dass über solche Stellen Pläne den Weg zum deutschen Nachrichtendienst fanden.

  • Über das Vorhandensein eines speziellen Informationsheftes über die Schweizer Armee bei der deutschen Wehrmacht waren wir informiert.

  • Es ist schon lange bekannt, dass unser Land auch von Deutschland aus Nachrichtenverbindungen besass, die uns wohlgesinnt waren.

  • Es fällt auf, dass im Teil "Thema" der Sonntagszeitung vom 7. Mai 2000 zwei Plan- bzw. Befehlskopien publiziert werden, die aus den Zeitabschnitten November 1941-Herbst 1944 bzw. März 1942 stammen, also aus einer Zeit, da Deutschland mit anderen Problemen als mit der Schweiz beschäftigt war.

Es stellt sich deshalb die Frage, ob dieser plötzlich aufgetretene Wirbel um die Tätigkeit dieses deutschen Admirals von bestimmten Stellen bewusst in Szene gesetzt worden ist, um im Zusammenhang mit unseren aktuellen Landesverteidigungsfragen einmal mehr die Leistung unserer Armee 1939-1945 anzuzweifeln.

 

Quellen:

  • Teil "Thema", Sonntagszeitung vom 7.5.2000
  • P. Th. Braunschweig "Geheimer Draht nach Berlin"
  • Bericht des Generaladjutantes der Armee vom 20.08.1945 (S.246-263)